Iguaçu-Wasserfälle
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4.2.2010:
Treffpunkt am 4.2. um 8:45 in Schwaz. Abfahrt nach München mit diversen Stops in Gallzein (wo steht Norbert?). 2 Telefonate und 10 km später fanden wir ihn in Troi (Maurach bei Buch bei Jenbach).Kurzer Stau durch Auffahrunfall auf der deutschen Autobahn. 11 Uhr Einchecken am Flughafen, anschliessend Gratiskaffee und Weisswurst mit Hefeweizen am Münchner Flughafen. 3 Stunden Flug mit TAP557 (A319) nach Lissabon. Zitat Landung bei Landung: "Hot der Pilot gsuffa?!"
Zollkontrolle in Lissabon und Armin stellt seine neue Kamera vor. Anschliessend machten wir eine Stadtbesichtigung durch den grössten Drogenumschlagplatz Europas.War für uns kein Problem, wir hatten ja alles schon selber mit, denn unser Arzt "Doktor Pelè" nahm seine Privatapotheke mit. Eine geplante Abkürzung durch militärisches Sperrgebiet konnte dann doch nicht durchgeführt werden, weil die alten militärischen Beziehungen schon aufgelöst sind.
Endlich, um 23:15 ging es weiter - kurze 10 Stunden - nach Sao Paulo. Es war ein sehr ruhiger Flug mit der TAP (Airbus 330) über den Atlantik. Ein jeder von uns hatte seinen eigenen Fernseher vor sich, eine Decke sowie einen Kopfpolster. Nach zehn Stunden Flug landeten wir in Sao Paulo bei schwülen 32°C.
5.2.2010:
Dort wurden wir am Flughafen von Annemarie, dem Busfahrer und 2 Gehilfen (Kofferträger für unseren gesamten Aufenthalt) empfangen. Nach einem riessen Chaos am Zoll, wo sich Michael und Lukas einer Spezialbehandlung unterziehen mussten. Jetzt ging es noch 12 Stunden mit dem Bus weiter. Der Bus war echt der Hammer. 25 Komfortliegesitze, Klo, Kühlschrank und Klimaanlage mit getönten Scheiben. Das einzige Problem: "Kein Bier im Bus!" Doch das Problem wurde nach 2 Stunden behoben, als wir uns bei einer Raststätte mit reichlich Bier eindeckten. Nach insgesamt 39 Stunden "auf dem Weg" kamen wir in Canohinas an. Am Abend wurden wir von Eike Bach, einem deutschen Auswanderer, bei gutem Essen, Bier und Caipirinha empfangen.
6.2.2010:
Am zweiten Tag in Canoinhas hatten wir am Vormittag frei, und gegen Mittag fuhren wir zur Façienda (grosses Gut) von Roberto. Wir wurden durch das einzige, noch original bestehende Haus aus der Gründerzeit (ca. 80 Jahre alt) geführt, und anschliessend zu einem Wahnsinnsessen in bester Gesellschaft und mit toller Musik einer Sängerin eingeladen. Es gab Caipirinhas, Kiwi-, Ananascocktails, Maracujacocktails (Haxenspreizer), sowie bestes Fleisch und Beilagen. Zum Dank spielten wir ein paar traditionelle Märsche aus Tirol. Am Abend spielten wir unser erstes Konzert in Canoinhas, welches beim Publikum grossen Anklang fand.
7.2.2010:
Am dritten Tag in Canoinhas übersiedelten wir in ein anderes Hotel der Stadt, da das alte für einen neuen aufstrebenden brasilianischen Popstar "Juan Santana" reserviert war. Seinem Tourbus nahmen wir jedoch in bester Conradlermanier die Vorfahrt. Ein paar Türme Bier, ein Konzert in Tres Barras, und einige Cocktailempfänge später fuhren wir am vierten Tag nach Foz do Iguaçu.
8. - 11.2.2010:
Die vier Tage hier waren der absolute Hammer. Wir fuhren zum Dreiländereck Brasilien-Argentinien-Paraguay, anschliessen Kurzbesuch eines Dutyfreeshops in Argentinien, wo das Bier gleich schmeckte wie in Brasilien, nur um das Doppelte teurer. Bei der Grenzüberschreitung stellte sich heraus, dass Lukas höchst illegal durch die Einreisekontrolle schleuste. Der "Zollala" am Flughafen in Sao Paulo vergass Lukas abzustempeln. Doch Annemarie regelte dies und wir mussten Lukas fortan nicht mehr im Bus verstecken. Am Nachmittag gings zum Pool, wo wir uns endlich einmal abkühlen(-füllen) konnten. Danach spielten wir nach einer dreistündigen Busfahrt in einem schönen Theatersaal in Toledo vor ca. 600 Besuchern unser wohl bestes Konzert dieser Reise. Der nächste Tag begann mit einer sportlichen Bootsfahrt zu den weltberühmten Wasserfällen von Iguaçu bzw. einer kurzen Wanderung durch den Nationalpark, wo wir die grössten Spinnen unseres Lebens sahen. Nachmittags wieder Pooltime. Abends trafen wir den Chor von Iguaçu ("sehr schön" :-)) mit dem wir eine Gemeinschaftsprobe für das Konzert machten. Am nächsten Tag stand ein Besuch im leistungsstärksten Kraftwerk der Welt "Itaipu" (singende Steine) auf dem Programm. (Durchschnittlich 8000MW, Staumauer: 8km lang, 194m hoch, 11000m³/s Überlauf aufgrund der starken Regenfälle). Nachmittag wieder Poolparty. Abends gaben wir unser grosses Tourneeabschlusskonzert gemeinsam mit dem Chor von Iguaçu.
12. - 14.2.2010:
In Rio gelandet mussten wir feststellen, dass das von Karl gemietete Kleinbustaxi nicht am Flughafen war, weil der Fahrer nicht zur Arbeit erschien.
So fuhren wir in Gruppen aufgeteilt auf 3 Taxis zu unserem Hotel, dem "Caesars Business". Diese Taxifahrt war schon ein erster Vorgeschmack auf Rio, denn jeder war froh die Fahrt gesund überstanden zu haben. Auch konnte man schon bei der Fahrt das enge Aneinanderliegen von Reich und Arm dieser Stadt sehen. Im Hotel angekommen machten wir uns frisch für den abendlichen Bummel durch Rio. Wir fuhren mit der U-Bahn an den Strand von Ipanema und gemehmigten uns ein frisches Bier im Lokal "Garota de Ipanema" wo das Lied "Girl von Ipanema" komponiert wurde. Wir bekamen auch schon gleich einen Eindruck vom Karneval von Rio, der in diesen Tagen seinen Höhepunkt erreichte. Es hatte wohl niemand eine Vorstellung davon, was da so an Menschenmassen unterwegs war. Samba, Trommeln, Musik,... einfach unbeschreiblich.
Am nächsten Tag fuhren wir bereits um 8 Uhr zum wohl berühmtesten Wahrzeichen Rios, der Christusstatue. Wir hatten Glück, denn das Wetter zeigte uns Rio von seiner schönsten Seite. Nachmittags gings an den Strand von Ipanema wo Sonne, Bier und einige Caipirinhas getankt wurden. Karl, Armin, Michael und Lukas unternahmen von dort aus einen Ausflug in ein nahegelegenes Einkaufszentrum und so nahm das Schicksal seinen Lauf. Als sich die Zurückgebliebenen auf den Weg ins Hotel machen wollten, hatten sie beim Zahlen der Getränke und Schirme zu wenig Geld bei sich, und so musste ein Teil als Pfand am Strand zurückbleiben, während die anderen Geld im Hotel holten. Hinzu kam dann auch noch, dass durch den Karneval der Verkehr in Rio zu stehen schien. Und so kam es wie es kommen musste, nur Geli und Günter, die am Nachmittag den Trip zum Strand nach Ipanema nicht mitmachten, konnten am Abend den Ausblick vom Zuckerhut auf Rio bei Nacht geniessen. Als sich dann alle wieder im Hotel einfanden stiessen wir noch auf eine gelungene und von Dr. Karl Mark organisierte Brasilientour an. Bis zum nächsten Mal.
Wir möchten uns hier nochmals bei folgenden Leuten herzlich bedanken:
Annemarie Besen und Dr. Karl Mark für die tolle Organisation, Übersetzung und Hilfe in allen Situationen der Reise.
Ignacio & "Paraguay" für das Koffer- und Instrumenteschleppen.
Dem Busfahrer (Name wissen wir nicht mehr) für die unendlichen gefahrenen Kilometer.
Eike und Helga Bach, Noar dem Chorleiter von Iguacu sowie Roberto Domit de Oliveira und seiner Familie für die tolle Gastfreundschaft.
Chris für die Organisation des tollen Hotels in Rio.
Elisabeth Bichler für das Taxiservice Innsbruck - München mit Zwischenstopps.